Clickbait: Sie werden nicht glauben, was Facebook jetzt vor hat!

Clickbait: Sie werden nicht glauben, was Facebook jetzt vor hat!

Find­en Sie auch, dass diese Über­schrift abso­lut reißerisch ist? Seien wir ehrlich: Bei dieser Über­schrift mussten Sie ein­fach klick­en. Sie haben damit genau so reagiert, wie es Autoren so genan­nter Click­bait Beiträge wün­schen. Und genau diese Prax­is will Face­book ein­schränken.

Clickbait: Nutzer werden Opfer der eigenen Neugier

Zunächst noch ein­mal eine kurze Erk­lärung, was Click­bait über­haupt bedeutet. Mit Click­bait sind Beiträge gemeint, die einen so reißerischen Titel haben, dass man als Nutzer Opfer sein­er eige­nen Neugierde wird. Wie eben bei diesem Beitrag, ver­leit­et der Titel dazu, auf den Beitrag zu klick­en, weil man ja wis­sen möchte, was die großar­tige Neuerung nun ist.

Oft verstecken sich Viren hinter Clickbait Beiträgen

Ser­iös sind solche Beiträge in der Regel nicht. Oft­mals wer­den sie genutzt, um Viren zu ver­bre­it­en, die dann wiederum dafür sor­gen, dass Ihr Face­book Account die Click­bait Mel­dung, auf die Sie ursprünglich gek­lickt haben, öffentlich teilt. Dies lässt wiederum Ihre Face­book-Fre­unde klick­en, da Sie den Beitrag ja ver­meintlich für gut befun­den haben und so bre­it­en sich solche Seit­en in Winde­seile aus.

Nachrichtenportale setzen vermehrt auf Clickbait

Click­bait muss aber nicht immer mit Viren ver­bun­den sein. Oft­mals ver­birgt sich hin­ter den Titeln tat­säch­lich inter­es­sante Nachricht­en, jedoch bei weit­em nicht so inter­es­sant, wie es der Titel ver­muten lässt. Das kann den Betreibern von Nachricht­en­por­tal­en, die mit Click­bait arbeit­en, egal sein. Sobald die Beiträge gek­lickt wur­den, wird auch die Wer­bung auf deren Seite aus­geliefert und das Geld fließt. Großer Vertreiber solch­er Nachricht­en ist die Hubert Bur­da Media. Zu der Gruppe zählen unter anderem die Nachricht­en­por­tale Chip.de oder Focus Online. Hier ein klas­sis­ches Beispiel:

Clickbait

Facebook sagt Clickbait den Kampf an

Ich per­sön­lich kann mit solchen Über­schriften wenig anfan­gen, weswe­gen Por­tale, die auf Click­bait set­zen, nicht hoch in mein­er Gun­st ste­hen.  Umso erfreuliche ist es mein­er Mei­n­ung nach, dass Face­book Beiträge, die auf Click­bait set­zen, aus der Time­line der Nutzer fil­tern möchte. Hier­für wurde der Algo­rith­mus angepasst, der entschei­det, welch­er Beitrag bei uns erscheint und welch­er nicht. Die Bew­er­tung soll dabei durch zwei Maß­nah­men erfol­gen. Ähn­lich wie Googles Such­mas­chine bew­ertet Face­book näm­lich einzelne Seit­en und in Abhängigkeit von der Bew­er­tung erscheinen die Beiträge unter­schiedlich häu­fig in den Time­lines.

Aufenthaltsdauer auf Webseite und Nutzerinteraktionen als Siebkriterien für Clickbait

Die erste Maß­nahme ist, zu messen, wie lange die Nutzer auf den Web­seit­en mit den Click­bait-Beiträ­gen bleiben. Wer auf einen Link klickt, kurz danach die Seite wieder ver­lässt, gibt ein deut­lich­es Sig­nal ab, dass er nicht das vorge­fun­den hat, was er erwartet hat. Die Seite wird entsprechend schlecht bew­ertet (das gle­iche Bew­er­tungskri­teri­um gibt es übri­gens auch bei Google) und aus der Erfahrung zeigt sich, dass Click­bait-Seit­en in dieser Kat­e­gorie beson­ders schlecht abschnei­den. Zweites Bew­er­tungskri­teri­um wird die Inter­ak­tion durch Face­book-Nutzer sein. Ein Beitrag mit vie­len Likes und vie­len Kom­mentaren wird dabei bess­er bew­ertet, als ein gegen­teiliger Beitrag.

Einnahmen von Clickbait-Seiten könnten einbrechen

Für Nachricht­en-Por­tale, die die Nutzer per Click­bait ange­zo­gen haben, ist das natür­lich eine schlechte Nachricht. Soziale Net­zw­erke sind in der Medi­en­branche heute ele­men­tar wichtig, um den Con­tent an den Mann zu brin­gen und Leser zu gener­ieren. Bish­er gab der Erfolg bzw. die Ein­nah­men diesen Web­seit­en Recht – das muss man anerken­nen. Wenn wir Glück haben, erre­icht Face­book aber sein Ziel und solche Beiträge ver­schwinden aus unseren Face­book-Time­lines. Eventuell bewegt das Web­seit­en wie Chip oder Focus-Online dann dazu, wieder mehr ser­iöse Inhalte zu pub­lizieren.

Click­bait ist der gezielte Ein­satz von reißerischen Titel für Beiträge, um mehr Web­seit­e­naufrufe und damit Wer­beein­nah­men zu gener­ieren. Face­book will diese Prax­is unterbinden und Click­bait-Beiträge aus den Time­lines ver­ban­nen.
Sie müssen nicht auf Click­bait set­zen, um in sozialen Net­zw­erken erfol­gre­ich zu sein. Mit ein­er durch­dacht­en Social-Media Präsenz kön­nen Sie eben­falls Erfolge feiern. Wir kön­nen Sie hier­bei unter­stützen — Sie kön­nen uns hier­für gerne kon­tak­tieren!

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