CoronaMarketing

Der Corona Marketing Guide

Die Chancen der Krise nutzen

Die Corona Krise

Deutschland im März / April 2020. Der Corona Virus betrifft uns alle. Viele bleiben zuhause – #stayathome. Krankenhäuser bereiten sich auf die Pandemie vor oder stecken bereits mittendrin. Die Angst vor dem Unbekannten breitet sich in der Gesellschaft aus. Unternehmen brechen Aufträge weg. Existenzen stehen auf dem Spiel. Die Wirtschaft steht still. Ein Szenario, das wir es bisher nur aus Filmen kannten (ok, Bill Gates hat es 2015 schon gewusst). Spätestens als Ausgangssperren (oder in Politikerslang: Kontaktverbot) verhängt wurden, haben es auch die letzten Verstanden. Diese Krise ist ernst.

Was gerade in Unternehmen passiert

Der „Shutdown“, wie er von der Regierung durchgesetzt wird, ist bei vielen Unternehmen lange vorher angekommen. Während Konzerne wie VW und Daimler die Förderbänder stilllegen, haben kleine und mittelständische Unternehmen bereits heute Liquiditätsprobleme. Wenn die Mitarbeiter nicht mit der Betreuung ihrer Kinder beschäftigt sind, müssen sie teilweise freigestellt werden. Leere Innenstädte betreffen insbesondere den Einzelhandel schwer. Allein das Wegbrechen der Laufkundschaft ist (auch wenn es sich z.B. um Bäckereien und Metzgereien handelt, die noch geöffnet haben dürfen) wirtschaftlich schwer zu verkraften.

Doch auch große Industriebetriebe bangen um ihre Zukunft. Die Rede ist von Staatsbeteiligungen. Viele Arbeitnehmer in Deutschland leben vom Kurzarbeitergeld. Dass viele Menschen auf 40% ihres Einkommens verzichten, ist nicht einfach.

Die Chancen von Corona – Eine Prognose

Ich habe einen Artikel von Matthias Horx gelesen. Er denkt die Krise von Hinten – und zwar vom Herbst 2020 und „wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei“ ist.“ Er beschreibt darin genau die Änderungen, die aus einer solchen Krise hervorgehen können. Das neue Gemeinschaftsgefühl. Die Gewissheit, dass Egoismus uns eben nicht weiterbringt und ein hoher Gewinn nicht die alleinige Unternehmensmaxime sein kann. Denn nach der Zeit der Verzichte und der Sozialen Distanz, wird nach und nach Normalität zurückkehren. Doch die Veränderungen, die wir derzeit erfahren, werden weitreichender sein und uns auch in Zukunft begleiten. Wir erfahren, dass gute Nachbarn, ein Zusammenhalt in der Familie (der die räumliche Trennung überwindet) wichtiger ist als materieller Wohlstand. Die Erkenntnis, dass unsere Gesellschaft zerbrechlich ist und wir Berufe, die bisher unterbezahlt sind, mehr wertschätzen sollten (z.B. in Form einer besseren Entlohnung), ist wichtig. Die Erfahrung, dass der Zusammenhalt die Krise überdauert und den Notzustand erträglich machen. Nehmen wir die Herausforderungen an. Dazu noch zwei passende Zitate aus oben verlinktem Artikel:

„Wir staunen rückwärts, wieviel Humor und Mitmenschlichkeit in den Tagen des Virus tatsächlich entstanden ist.

Wir werden uns wundern, wie weit die Ökonomie schrumpfen konnte, ohne dass so etwas wie »Zusammenbruch« tatsächlich passierte, der vorher bei jeder noch so kleinen Steuererhöhung und jedem staatlichen Eingriff beschworen wurde. Obwohl es einen »schwarzen April« gab, einen tiefen Konjunktureinbruch und einen Börseneinbruch von 50 Prozent, obwohl viele Unternehmen pleitegingen, schrumpften oder in etwas völlig anderes mutierten, kam es nie zum Nullpunkt. Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann.

Heute im Herbst, gibt es wieder eine Weltwirtschaft. Aber die Globale Just-in-Time-Produktion, mit riesigen verzweigten Wertschöpfungsketten, bei denen Millionen Einzelteile über den Planeten gekarrt werden, hat sich überlebt. Sie wird gerade demontiert und neu konfiguriert. Überall in den Produktionen und Service-Einrichtungen wachsen wieder Zwischenlager, Depots, Reserven. Ortsnahe Produktionen boomen, Netzwerke werden lokalisiert, das Handwerk erlebt eine Renaissance. Das Global-System driftet in Richtung GloKALisierung: Lokalisierung des Globalen.

An wen sich dieser Marketing Guide richtet

Dieser Guide richtet sich an Unternehmer, die selbst in der Krise stecken. Unternehmer, die nicht wissen, wie sie die Mitarbeiter beschäftigen und in der Folge bezahlen sollen. Wenn Ihr Business bisher stark von Laufkundschaft und offenen Ladengeschäften abhängig war, lesen Sie diesen Beitrag. Wenn Sie nicht tatenlos zuschauen möchten oder sich auf Hilfsangebot der Politik verlassen wollen, lesen Sie diesen Beitrag. Wenn Sie die Krise als Chance verstehen und den Aufbruch selbst gestalten möchten, lesen Sie diesen Beitrag.

Was Sie aus diesem Guide mitnehmen sollen

Wir möchten Ihnen Chancen aufzeigen. Wie Sie die Zeit sinnvoll nutzen können und Ihr Unternehmen transformieren können. Wie Sie wegbrechende Umsätze ihres „normalen Business“ durch neues Geschäft und neue Umsätze kompensieren können. Wir zeigen anhand konkreter Beispiele, wie Sie ihr Geschäft nachhaltig neu aufstellen können.

Der Marketing Guide der Werbeagentur Schwarzwaldbruder

Wir haben in den vergangenen Jahren intensiv mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen, lokal und global, gearbeitet und sie insbesondere im Bereich des Online Marketings unterstützt. Neben der Erstellung von Webseiten, haben wir verschiedene Kampagnen umgesetzt. Insbesondere in unserem Schwerpunkt Suchmaschinenoptimierung konnten wir Unternehmer dabei unterstützen unter den TOP 3 Suchergebnissen der organischen Suche bei Google zu erscheinen.

Neuer Schwerpunkt ist nun auch Youtube Marketing, sowie die allgemeine Produktion von Videos geworden. Corona hat auch unsere Auftragslage verändert. Frei gewordene Ressourcen möchten wir nutzen und uns neu aufstellen. Aufgrund der strukturellen Aufstellung unserer Werbeagentur können wir es uns nun erlauben unseren Kunden eine „Vorschuss“ anzubieten – doch dazu später mehr.

Offline zu Online Verlagerung – Die weiße Blatt Methode

Nehmen Sie sich nun ein weißes Blatt Papier. Legen Sie das Papier im Querformat vor sich hin. Zeichen Sie einen Strich in die Mitte. Schreiben Sie ihre Produkte und Dienstleistungen auf die linke Seite. Es geht jetzt um Ihre Kreativität. Seien Sie kritisch: Welche Dienstleistungen können nur „offline“ angeboten werden. Unterstreichen Sie diese rot. Alles was sie bereits jetzt online (in gleicher Form) anbieten könnten (z.B. Verkauf von Büchern – bisher im Ladengeschäft offline. Funktioniert auch online mithilfe eines Onlineshops), unterstreichen Sie grün. Das war einfach. Wenn Sie grüne Unterstreichungen haben, schätzen Sie sich glücklich. Hier können Sie noch heute loslegen! Quick and Dirty – es geht hier um Geschwindigkeit, auch hierzu später mehr. Nun schauen Sie ihre Liste erneut an: Was haben Sie noch nicht unterstrichen? Viele Punkte? Kein Problem. Ich hoffe nun bleiben Produkte / Dienstleistungen bei Ihnen auf dem Blatt stehen, die den Mehrwert Ihres Unternehmens ausmachen – unterstreichen Sie diese gelb. Die Sie von Amazon und Online Shops unterscheiden. Ich hoffe, dass „Beratung“, in welcher Form auch immer, jetzt oft auf ihrem Blatt steht. Beratung macht Sie aus und das sollte auch in Zukunft so bleiben. Nun gilt es diese gelben Punkte zusammen mit den grünen in die Online Welt zu transformieren. Und hier geht es um Ihre Kreativität und Design Thinking. Und ich empfehle Ihnen: Drehen Sie den Spieß um. Lernen Sie von der Online Welt. Ein Bekleidungsladen, der seine Kunden kennt, kann jetzt reagieren. Denken Sie an Outfittery, Online Shops, die Ihren Style versuchen über Algorithmen zu entschlüsseln. Sie haben einen großen Wissensvorsprung: Sie kennen Ihre Kunden und Ihren Stil. Rufen Sie Ihre Kunden an. Am besten per Video Call, das ist persönlich. Stellen Sie ein Outfit zusammen und liefern es Ihrem Kunden.

Jede Bäckerei und Metzgerei: Nehmen Sie ihrem Kunden die Planung ab durch: Wochen Pakete. Dem Kunden einen Warenkorb packen, der ihm über die Woche hinweghilft. Unterbreiten Sie Rezeptvorschläge. Machen Sie aus der Not eine Tugend: Die Menschen sind angehalten so wenig Kontakt wie möglich zu haben. Stellen Sie Pakete zusammen, die die Kunden über eine ganze Woche bringen. Das hilft den Kunden und bringt Ihnen mehr Umsatz.

An meinen Lieblingsitaliener, der wegen Auflagen schließen musste: Bitte, bitte, bitte biete doch jetzt einen Lieferservice an. Ich bin mir sicher, dass deine Kellner einen Führerschein haben. So kannst du Sie weiter beschäftigen und ich kann mich an meine Quarantäneauflagen vom Gesundheitsamt halten und trotzdem deine Pizza genießen. Es gilt jetzt kreative Wege zu gehen. Nutze etablierte Systeme wie lieferando.de. Du musst nicht erst aufwendig dein eigenes System entwickeln, sondern kannst auf funktionierende Lösungen zurückgreifen. Auch wenn diese bisher deine absolute Konkurrenz waren. Es geht darum Umsätze zu generieren und das ist deine Möglichkeit!

Ich kann in diesem Beitrag nur umrisshaft Beispiele aufzeigen. Aber das Prinzip sollte klar sein: Über kreative Lösungen diese Krise überstehen. Und genau das ist die Chance dieser Krise. Die Zukunft ist für den stationären Handel sowieso eine Herausforderung, die angepackt werden muss. Warum also nicht diese Zwangspause nutzen, um sich bereits heute für die Zukunft zu wappnen.

Zwei weitere wichtige und dazu passende Punkte nennen ich später als extra Punkte: Netzwerk & Emotionen.

Zeit für Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung

Nicht jedes Geschäfts lässt sich gleichermaßen in die Online Welt verlagern. Das wissen wir. Sollte das auch auf Sie zutreffen, seien Sie nicht zu traurig. Freuen Sie sich. Sie können die Zeit für Suchmaschinenoptimierung nutzen. Ein wichtiger Marketingschwerpunkt, mit dem sich jedes Unternehmen beschäftigen sollte. Denn, das sollte spätestens durch Corona klar sein, die Menschen greifen, wenn Sie zuhause sind, auf den Online Handel zurück (wenn der lokale Handel kein Online Angebot hat, s.o.).

Wer suchet der findet. Und wo wird gesucht? Bei Google.  Denken Sie an die vergangenen 24 Stunden. Wie oft haben Sie irgendetwas bei Google eingegeben? Eine Studie aus 2017 sagt, dass jeder User durchschnittlich 4 Suchen am Tag durchführt – ohne Coronakrise, im Jahr 2017. Wenn Sie bei einer solchen Suche gefunden werden möchten, sollten Sie die jetzt frei gewordene Zeit nutzen. Suchmaschinenoptimierung muss in Ihrem Marketing ab sofort eine zentrale Rolle einnehmen. Wenn es das bisher nicht gemacht hat, sollten Sie heute damit beginnen. Wie sie das machen? Hier der ultimative 3-Schritte Kurztipp (fast so schön wie ein Kurztrip):

  1. Keywords identifizieren

Starten Sie eine ausführliche Keyword Recherche. Über welche Begriffe werden und möchten Sie gefunden werden? Hier hilft Ihnen die Standard Google Suche bereits weiter. Welche Vorschläge erhalten Sie, wenn Sie Ihre Branche, Ihr Unternehmen, Ihre Dienstleistung anbieten? Besetzen Sie diese Keywords bereits? Wenn Sie die ganze Sache etwas aufwändiger angehen möchten und Zugriff auf die Search Console und Google Analytics haben, nutzen Sie die vorhandenen Daten. Viele Unternehmen sammeln unglaublich viele Daten über die User, nutzen Sie dann aber nicht. Eine Aufbereitung scheint zu komplex und bisher nicht nötig. Das kann sich nun ändern.

  1. Keywords auf der Seite analysieren und ggf. anpassen

Ist der erste Schritt abgeschlossen, geht es jetzt bereits an die Umsetzung. Analysieren Sie Ihre Website in Hinblick auf die Verwendung der relevanten Keywords. Diese sollten passenderweise eingebunden sein. Ohne zu tief in das Thema einzusteigen ein allgemeiner Hinweis für Online- und insbesondere Contentmarketing: „Content is King“. Der Inhalt ist am Wichtigsten. Setzen Sie die Unternehmensbrille ab und denken Sie an Ihre Kunden. Diese Übung habe ich an der Kaufmännischen Schule mit meinem Auszubildenden, in meiner Funktion als Lehrkraft, im Fach Online Marketing gemacht. Dabei habe ich gemerkt, wie schwierig es ist, „out of the box“ als eben nicht im „Unternehmenssprech“ zu schreiben. Vermeiden Sie Fachbegriffe, stellen Sie den Mehrwert für den Kunden heraus. Die Inhalte müssen natürlich auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Hier sind Fachbegriffe auch angemessen und notwendig, um Sie als Experte herauszustellen.

  1. Starten Sie einen Blog und schaffen neue Inhalte

Dieser Punkt ist direkt mit Punkt zwei verknüpft und setzt dort an, wo wir aufgehört haben. Nachdem alle Seiten optimiert sind (Das sollten Sie immer wieder tun!), geht es daran die Website mit neuem Content zu verbessern. Dafür eignet sich ein Blog sehr gut. Je vielseitiger dieser medial umgesetzt wird, desto interessanter ist er. Das heißt, Sie sollten nicht nur schreiben, sondern auch passende Bilder heraussuchen oder noch besser, selbst aufnehmen. Erstellen Sie eine passende Infografik zu Ihrem Text. Drehen Sie ein kurzes Video. Lassen Sie Experten / Lieferanten / Kunden / andere Unternehmen in Ihrem Blog zu Wort kommen. Verlinken Sie diese. Nochmals: Erschaffen Sie relevanten Content. Inhalte, die die Leser WIRKLICH interessieren. Das ist wichtig. Investieren Sie Zeit in diesen Prozess. Besser einen langen Blogbeitrag mit 2000 Wörtern als drei kleine Blogbeiträge. Das scheint für Sie eine unlösbare Aufgabe? Starten Sie einfach. Schreiben Sie darauf los. Es geht am Anfang nicht darum die perfekten Beiträge zu erstellen (das können Sie in späteren Überarbeitungsrunden machen). Es geht darum anzufangen. Die freie Zeit zu nutzen.

Ein weiterer Tipp am Rande, den Sie JETZT umsetzen können: Pflegen Sie ihre Google „My Business“ Seite. Vervollständigen Sie ihr dortiges Profil. Animieren Sie Kunden sie HEUTE positiv zu bewerten (Erstellen Sie hierzu den passenden Bewertungslink). Das alles kann Ihnen heute helfen den Umsatz von morgen zu sichern (indem Sie dadurch bei Google in den Suchergebnisse weiter oben gelistet werden).

Zeit für Fortbildung- Investieren in die Zukunft

Ihre Mitarbeiter sind zuhause und aufgrund der wegfallenden Aufträge, wissen Sie nicht, wie sie diese sinnvoll beschäftigen sollen? Oder: Sie wissen, dass das Homeoffice ohnehin eine Herausforderung ist und möchten Ihren Mitarbeitern eine Chance bieten, die Zeit sinnvoll zu nutzen? Investieren Sie jetzt in Fortbildung und Coachings. Diese müssen nicht immer Geld kosten. Viele Inhalte sind kostenfrei erhältlich, teilweise sogar mit Zertifikaten.

Die Google Zukunftswerkstatt

Wieder in meiner Funktion als Lehrkraft für Online Marketing und IHK Prüfer, kann ich folgendes Kurssystem als Beispiel empfehlen: Die Google Zukunftswerkstatt. Diese richtet sich an Anfänger, die über geringe Vorkenntnisse in Online Welt verfügen. Über Lernvideos werden hier viele gute Inhalte vermittelt und in kleinen Tests abgefragt. Am Ende des Kurses steht ein Abschlusstests. Hat man 80% der 30 Multiple Choice Fragen richtige beantwortet, erhält man ein Zertifikat. Der ganze Kurs nimmt etwa 40 Stunden in Anspruch. Er ist also für eine Arbeitswoche gut geeignet. Ich will Google hier nicht als die Lösung Nr. 1 darstellen. Doch diese ist kostenfrei und ich kenne die Inhalte. Sicherlich gibt es z.B. auch bei Haufe (ein guter Freund von mir arbeitet in Marketing Team – Hi Matze 😊) super Kurse, die auch online abgelegt werden können. Schauen Sie einfach rein und wählen den für Ihre Unternehmen passenden Kurs aus.

Training & Coaching – Für mehr Ordnung im aktuellen Chaos

Jetzt kann auch die Zeit für Trainings & Coachings sein. Die Krisensituation stürzt viele Unternehmen in ein organisatorisches Chaos. Wer sich nie mit Change Management auseinandergesetzt hat, wird nun überfordert sein. Mitarbeiter agieren teils panisch und konfus. Selbst gewohnte und normalerweise routinierte Abläufe funktionieren nicht mehr wie gewohnt. Diesen Organisationsprozess können Sie professionell durch ein Training betreuen lassen und so für nachhaltig gute Ergebnisse sorgen. Persönlich möchte ich Ihnen hier Nora Klahm ans Herz legen. Sie hat bereits einige Unternehmen vor der Corona Krise betreut. Mit einem durchdachten Programm, dass Sie mir bei einem Telefonat erläutert hat, hilft sie Unternehmen und deren Mitarbeitern über Telefonat und Video Trainings (Agile Führung in Krisensituationen) den aktuellen Prozess strukturiert anzugehen. Und wiederum die Chancen dieser Krise zu nutzen und Ordnung in das Chaos, das möglicherweise entstanden ist, zu bringen.

Nutzt die Wahrheit – Vom Unternehmer zum Mitmenschen

Das Stichwort lautet: Emotionen. Und ich rede hier nicht von einer Marketingmasche. Ich rede von der Realität. Es geht darum aufzuzeigen, dass hinter jedem Unternehmen Menschen stehen. Ja, die Inhaber aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich Gedanken darum machen, ob sie die Miete nächsten Monat bezahlen können. Wer hat das im März am besten gemacht? Richtig, Gerhard Bosselmann von der Landbäckerei Bosselmann. Ich bin sicher Sie haben das Video bereits gesehen. Wenn nicht, dann bitte:

Gerhard Bosselmann hat hier alles richtig gemacht: Er war authentisch. Er hat seine Lage erläutert. Und weil es hier um seine Existenz geht, ist das natürlich emotional. Aber es geht genau darum. Den Menschen aufzuzeigen, dass wir als Unternehmer genauso Teil der Gesellschaft sind und nicht als abgekoppelter Teil gesehen werden sollten. Hinter uns stehen Familien (unsere und die unserer Mitarbeiter). Die Botschaft von Bäcker Bosselmann hat ins Schwarze getroffen. In Folge seiner Video Botschaft bildeten sich in den darauf folgenden Tagen lange Schlangen vor seinen Ladengeschäften. Lernen Sie von Bosselmann. Es geht dabei nicht darum eine ähnliche Reichweite wie er zu erreichen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Kunden erreichen.

Ich möchte nicht, dass Sie unnötig auf die Tränendrüse drücken. Aber erklären Sie doch Ihren Kunden sachlich Ihre aktuelle Situation. Und: Bieten Sie Lösungsstrategien an. Konkretes Beispiel: Wenn Sie Liquiditätsprobleme haben: Bitten Sie Ihre Kunden Gutscheine zu kaufen. Diese bringen Ihnen heute Geld in die Kassen und dem Kunden in Zukunft Waren auf den Esstisch. Oder, wenn Sie schon soweit sind, verweisen Sie darauf, dass Ihre Produkte und Dienstleistungen und bei geschlossenem Ladengeschäft bezogen / in Anspruch genommen werden können – nur eben auf eine andere, neue Art und Weise.

Mitarbeiter kreativ sein lassen

Mitarbeiter als wichtigste Ressource im Unternehmen zu verstehen ist wichtig. Ihre Mitarbeiter entscheiden wesentlich über Ihren Erfolg. Lassen Sie Ihren Mitarbeitern daher in der aktuellen Zeit Freiräume selbst kreativ zu werden. Wenn Sie sich nicht in Kurzarbeit „entlassen“ haben, können die nächsten Wochen kreative Wochen werden, die die Zukunft Ihres Unternehmens wesentlich prägen. Wie können Sie in Zukunft aufgestellt sein? Welche Produktinnovationen können angeboten werden? Produktpolitik als Teil eines sinnvollen Marketingsmixes. Wie kann das Serviceangebot sinnvoll ergänzt werden? Im Kern steht immer die Frage: An welchen Stellschrauben müssen wir heute drehen, um in der Zukunft gut aufgestellt zu sein? Hier können Sie die aktuelle Zwangspause nutzen. Legen Sie die Agenda für Ihre Mitarbeiter fest und bitten Sie Ihre Mitarbeiter sich z.B. drei Tage über die Weiterentwicklung eines bestimmten Produktes / einer Dienstleistung Gedanken zu machen. Besprechen Sie die Ideen im Team. Greifen Sie die Ideen auf und entwickeln diese weiter. Sie werden überrascht sein, welche Ideen entstehen. Auch hier geht es nicht darum immer eine komplett neue Idee zu entwickeln. Seien Sie ein guter Nachahmer und lassen sich von Pionieren inspirieren.

Das Netzwerk erkennen und aufbauen – Kräfte bündeln

In der Prognose habe ich davon gesprochen, dass wir in der Krise ein neues „Miteinander“ erfahren. Das ist großartig. Jetzt gilt es Netzwerke aufzubauen. Was ich meine? Viele Geschäfte, die schließen müssen, bieten derzeit einen Lieferservice an. Ich empfehle den Unternehmen: Vernetzen Sie sich. Wenn zum Beispiel fünf Läden aus der Innenstadt einen solchen Lieferservice anbieten, können sich diese mit der Belieferung ihrer Waren an die Kunden abwechseln. Es ist nicht nötig, dass jeder jeden Tag fährt, wenn ähnliche Kunden beliefert werden. Schaffen Sie eine Gemeinschaft von Unternehmen in der gleichen Situation. Oftmals bestehen diese Netzwerke schon in Form von Aktionsgemeinschaften. Wenn nicht, gründen Sie es jetzt oder schließen Sie sich jetzt an. Sie werden garantiert auch nach der Krise von dieser Bündelung der Kräfte profitieren.

Besondere Angebote einführen – in der Krise interessant werden

Wir hoffen, dass Sie erkennen, dass viele unsere Maßnahmen nicht kapital- sondern zeitintensiv sind. Wie bei jedem neuen Geschäft müssen Sie ihre Kunden überzeugen. Nun müssen wir klar unterscheiden: Der folgende Abschnitt richtet sich an Unternehmer, die noch etwas Puffer haben und nicht direkt Maßnahmen brauchen, die ihnen Essen auf den Tisch bringen. Wenn Ihre Liquiditätslage zu angespannt ist, sollten Sie diese Möglichkeiten nicht nutzen.

Längere Zahlungsziele für Ihre Kunden

Was halten Sie von folgendem Szenario: Ihr Bänker kommt zu Ihnen und sagt: Ich habe ein sicheres Investment. Wenn es nicht funktioniert, müssen Sie nichts bezahlen. Unterbreiten Sie anderen Unternehmen solche Versuchsangebote. Verlängern Sie Ihr Zahlungsziel auf unbestimmte Zeit (nach der Krise). Das geht natürlich nicht unbegrenzt und für alle Dienstleistungen und Produkte. Aber für einen bestimmten Produktbereich können Sie diese Maßnahme in Erwägung ziehen. Es geht nochmals darum, dem Kunden die Kaufentscheidung zu vereinfachen.

Spezielle Online Angebote – Für die Daheimgebliebenen

ARD und ZDF haben ihre Programme umgestellt. Kinder, die durch die Schulschließungen zuhause bleiben müssen, haben nun mehr Zeit und so sollen Sie bereits am Morgen in den Genuss der „Sendung mit der Maus kommen“


Außerdem bieten viele Zeitungen ihre Online Abos derzeit stark vergünstigt an, wie beispielsweise „Spiegel Online“.

Wir haben für unsere Agentur etwa das BrandEins Magazin abonniert und sind auf Facebook auf folgenden Beitrag aufmerksam geworden:

Ähnlich wie oben: Erkläre deinen Kunden die aktuelle Situation und bieten Ihnen eine konkrete Möglichkeit, wie sie dich unterstützen können. Erwarte nicht von deinen Kunden selbst kreativ zu sein. Du musst Ihnen die Lösung anbieten. Sei bei deinem Angebot und der Angebotsgestaltung kreativ. Erstelle neue Bundels (fertigen Warenkorb anbieten). Schließe dich mit anderen Unternehmen zusammen. Biete Beratung via Video Telefonie an. Bei dem Punkt „spezielle Angebot“ kommen alle Maßnahmen zusammen. Kombiniere hier so, dass der Kunde das Gefühl hat: Ich muss das in dieser Form haben.

Quick and Dirty – Sei schnell und pragmatisch

Bei allen aufgeführten Maßnahmen kommt es auf eines an: Die Geschwindigkeit. Jeden Tag, an dem Sie nichts unternehmen (als Unternehmer), verlieren Sie Geld. Das Gebot der Stunde lautet: Just do it! Und zwar jetzt. Es geht darum Quick & Dirty eine Lösung umzusetzen. Um die Perfektion können Sie sich morgen oder übermorgen kümmern. Sie müssen verstehen, dass jede Maßnahme zu mehr Umsätzen führen kann. Beginnen Sie heute, am besten jetzt gleich.

Wenn wir Sie dabei unterstützen können, melden Sie sich. Ich bin gerade selbst in Quarantäne (bis jetzt, nach acht Tagen, ohne Symptome) und nehme mir gerne in einem Telefonat Zeit für Sie.

For the locals only: Unternehmen aus Waldshut-Tiengen? Wir helfen Ihnen!

Wir haben lange überlegt, wie wir Sie unterstützen können. Und wir möchten in jedem Fall helfen. Wenn wir durch unsere Marketingberatung helfen können, tun wir das. Das bedeutet Sie erklären uns in Ihrem Telefonat Ihr Geschäftsmodell und wir überlegen gemeinsam (z.B. über die weiße Blatt Methode), wie wir das für Sie umsetzen können. Wenn es darum geht schnell einen Online Shop aufzubauen, helfen wir ihnen gerne. An unsere Locals: Sie müssen uns nicht bezahlen. Wir helfen Ihnen jetzt ohne Bezahlung. Über die Bezahlung können wir uns Gedanken machen, wenn 1. Die Maßnahmen funktionieren und es Ihnen 2. wirtschaftlich wieder so gut geht, dass Sie uns bezahlen können. Dieses Angebot enthält nicht den Aufbau einer kompletten Seite oder die Erarbeitung einer kompletten Content Marketing Strategie. Es geht mehr darum über kurzfristige, schnell umsetzbare Maßnahmen zu helfen. Wie diese schnelle Hilfe im Detail aussieht, klären wir am besten telefonisch.

*aufgrund der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Blogartikel auf die genderkorrekte Formulierung verzichtet und die maskuline Form gewählt. An alle Unternehmerinnen und andere Leserinnen: Bitte fühlen Sie sich angesprochen und nicht diskriminiert. Mögliche Genderdiskussionen bitte ich an andere Stelle zu führen.

 

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