Der Corona Marketing Guide

Der Corona Marketing Guide

Die Chancen der Krise nutzen

Die Corona Krise

Deutsch­land im März / April 2020. Der Coro­na Virus bet­rifft uns alle. Viele bleiben zuhause – #stay­ath­ome. Kranken­häuser bere­it­en sich auf die Pan­demie vor oder steck­en bere­its mit­ten­drin. Die Angst vor dem Unbekan­nten bre­it­et sich in der Gesellschaft aus. Unternehmen brechen Aufträge weg. Exis­ten­zen ste­hen auf dem Spiel. Die Wirtschaft ste­ht still. Ein Szenario, das wir es bish­er nur aus Fil­men kan­nten (ok, Bill Gates hat es 2015 schon gewusst). Spätestens als Aus­gangssper­ren (oder in Poli­tik­er­slang: Kon­tak­tver­bot) ver­hängt wur­den, haben es auch die let­zten Ver­standen. Diese Krise ist ernst.

Was gerade in Unternehmen passiert

Der „Shut­down“, wie er von der Regierung durchge­set­zt wird, ist bei vie­len Unternehmen lange vorher angekom­men. Während Konz­erne wie VW und Daim­ler die Förder­bän­der stil­l­le­gen, haben kleine und mit­tel­ständis­che Unternehmen bere­its heute Liq­uid­ität­sprob­leme. Wenn die Mitar­beit­er nicht mit der Betreu­ung ihrer Kinder beschäftigt sind, müssen sie teil­weise freigestellt wer­den. Leere Innen­städte betr­e­f­fen ins­beson­dere den Einzel­han­del schw­er. Allein das Weg­brechen der Laufkund­schaft ist (auch wenn es sich z.B. um Bäck­ereien und Met­zgereien han­delt, die noch geöffnet haben dür­fen) wirtschaftlich schw­er zu verkraften.

Doch auch große Indus­triebe­triebe ban­gen um ihre Zukun­ft. Die Rede ist von Staats­beteili­gun­gen. Viele Arbeit­nehmer in Deutsch­land leben vom Kurzarbeit­ergeld. Dass viele Men­schen auf 40% ihres Einkom­mens verzicht­en, ist nicht ein­fach.

Die Chancen von Corona – Eine Prognose

Ich habe einen Artikel von Matthias Horx gele­sen. Er denkt die Krise von Hin­ten – und zwar vom Herb­st 2020 und „wie wir uns wun­dern wer­den, wenn die Krise „vor­bei“ ist.“ Er beschreibt darin genau die Änderun­gen, die aus ein­er solchen Krise her­vorge­hen kön­nen. Das neue Gemein­schafts­ge­fühl. Die Gewis­sheit, dass Ego­is­mus uns eben nicht weit­er­bringt und ein hoher Gewinn nicht die alleinige Unternehmensmaxime sein kann. Denn nach der Zeit der Verzichte und der Sozialen Dis­tanz, wird nach und nach Nor­mal­ität zurück­kehren. Doch die Verän­derun­gen, die wir derzeit erfahren, wer­den weitre­ichen­der sein und uns auch in Zukun­ft begleit­en. Wir erfahren, dass gute Nach­barn, ein Zusam­men­halt in der Fam­i­lie (der die räum­liche Tren­nung über­windet) wichtiger ist als materieller Wohl­stand. Die Erken­nt­nis, dass unsere Gesellschaft zer­brech­lich ist und wir Berufe, die bish­er unter­bezahlt sind, mehr wertschätzen soll­ten (z.B. in Form ein­er besseren Ent­loh­nung), ist wichtig. Die Erfahrung, dass der Zusam­men­halt die Krise über­dauert und den Notzu­s­tand erträglich machen. Nehmen wir die Her­aus­forderun­gen an. Dazu noch zwei passende Zitate aus oben ver­link­tem Artikel:

Wir staunen rück­wärts, wieviel Humor und Mit­men­schlichkeit in den Tagen des Virus tat­säch­lich ent­standen ist.

Wir wer­den uns wun­dern, wie weit die Ökonomie schrumpfen kon­nte, ohne dass so etwas wie »Zusam­men­bruch« tat­säch­lich passierte, der vorher bei jed­er noch so kleinen Steuer­erhöhung und jedem staatlichen Ein­griff beschworen wurde. Obwohl es einen »schwarzen April« gab, einen tiefen Kon­junk­turein­bruch und einen Börsenein­bruch von 50 Prozent, obwohl viele Unternehmen pleit­e­g­in­gen, schrumpften oder in etwas völ­lig anderes mutierten, kam es nie zum Nullpunkt. Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sog­ar träu­men kann.

Heute im Herb­st, gibt es wieder eine Weltwirtschaft. Aber die Glob­ale Just-in-Time-Pro­duk­tion, mit riesi­gen verzweigten Wertschöp­fungs­ket­ten, bei denen Mil­lio­nen Einzel­teile über den Plan­eten gekar­rt wer­den, hat sich über­lebt. Sie wird ger­ade demon­tiert und neu kon­fig­uri­ert. Über­all in den Pro­duk­tio­nen und Ser­vice-Ein­rich­tun­gen wach­sen wieder Zwis­chen­lager, Depots, Reser­ven. Ort­sna­he Pro­duk­tio­nen boomen, Net­zw­erke wer­den lokalisiert, das Handw­erk erlebt eine Renais­sance. Das Glob­al-Sys­tem driftet in Rich­tung GloKALisierung: Lokalisierung des Glob­alen.

An wen sich dieser Marketing Guide richtet

Dieser Guide richtet sich an Unternehmer, die selb­st in der Krise steck­en. Unternehmer, die nicht wis­sen, wie sie die Mitar­beit­er beschäfti­gen und in der Folge bezahlen sollen. Wenn Ihr Busi­ness bish­er stark von Laufkund­schaft und offe­nen Ladengeschäften abhängig war, lesen Sie diesen Beitrag. Wenn Sie nicht taten­los zuschauen möcht­en oder sich auf Hil­f­sange­bot der Poli­tik ver­lassen wollen, lesen Sie diesen Beitrag. Wenn Sie die Krise als Chance ver­ste­hen und den Auf­bruch selb­st gestal­ten möcht­en, lesen Sie diesen Beitrag.

Was Sie aus diesem Guide mitnehmen sollen

Wir möcht­en Ihnen Chan­cen aufzeigen. Wie Sie die Zeit sin­nvoll nutzen kön­nen und Ihr Unternehmen trans­formieren kön­nen. Wie Sie weg­brechende Umsätze ihres „nor­malen Busi­ness“ durch neues Geschäft und neue Umsätze kom­pen­sieren kön­nen. Wir zeigen anhand konkreter Beispiele, wie Sie ihr Geschäft nach­haltig neu auf­stellen kön­nen.

Der Marketing Guide der Werbeagentur Schwarzwaldbruder

Wir haben in den ver­gan­genen Jahren inten­siv mit Unternehmen aus ver­schiede­nen Branchen, lokal und glob­al, gear­beit­et und sie ins­beson­dere im Bere­ich des Online Mar­ket­ings unter­stützt. Neben der Erstel­lung von Web­seit­en, haben wir ver­schiedene Kam­pag­nen umge­set­zt. Ins­beson­dere in unserem Schw­er­punkt Such­maschi­nenop­ti­mierung kon­nten wir Unternehmer dabei unter­stützen unter den TOP 3 Suchergeb­nis­sen der organ­is­chen Suche bei Google zu erscheinen.

Neuer Schw­er­punkt ist nun auch Youtube Mar­ket­ing, sowie die all­ge­meine Pro­duk­tion von Videos gewor­den. Coro­na hat auch unsere Auf­tragslage verän­dert. Frei gewor­dene Ressourcen möcht­en wir nutzen und uns neu auf­stellen. Auf­grund der struk­turellen Auf­stel­lung unser­er Wer­beagen­tur kön­nen wir es uns nun erlauben unseren Kun­den eine „Vorschuss“ anzu­bi­eten – doch dazu später mehr.

Offline zu Online Verlagerung – Die weiße Blatt Methode

Nehmen Sie sich nun ein weißes Blatt Papi­er. Leg­en Sie das Papi­er im Quer­for­mat vor sich hin. Zeichen Sie einen Strich in die Mitte. Schreiben Sie ihre Pro­duk­te und Dien­stleis­tun­gen auf die linke Seite. Es geht jet­zt um Ihre Kreativ­ität. Seien Sie kri­tisch: Welche Dien­stleis­tun­gen kön­nen nur „offline“ ange­boten wer­den. Unter­stre­ichen Sie diese rot. Alles was sie bere­its jet­zt online (in gle­ich­er Form) anbi­eten kön­nten (z.B. Verkauf von Büch­ern – bish­er im Ladengeschäft offline. Funk­tion­iert auch online mith­il­fe eines Onli­neshops), unter­stre­ichen Sie grün. Das war ein­fach. Wenn Sie grüne Unter­stre­ichun­gen haben, schätzen Sie sich glück­lich. Hier kön­nen Sie noch heute losle­gen! Quick and Dirty – es geht hier um Geschwindigkeit, auch hierzu später mehr. Nun schauen Sie ihre Liste erneut an: Was haben Sie noch nicht unter­strichen? Viele Punk­te? Kein Prob­lem. Ich hoffe nun bleiben Pro­duk­te / Dien­stleis­tun­gen bei Ihnen auf dem Blatt ste­hen, die den Mehrw­ert Ihres Unternehmens aus­machen – unter­stre­ichen Sie diese gelb. Die Sie von Ama­zon und Online Shops unter­schei­den. Ich hoffe, dass „Beratung“, in welch­er Form auch immer, jet­zt oft auf ihrem Blatt ste­ht. Beratung macht Sie aus und das sollte auch in Zukun­ft so bleiben. Nun gilt es diese gel­ben Punk­te zusam­men mit den grü­nen in die Online Welt zu trans­formieren. Und hier geht es um Ihre Kreativ­ität und Design Think­ing. Und ich empfehle Ihnen: Drehen Sie den Spieß um. Ler­nen Sie von der Online Welt. Ein Bek­lei­dungsladen, der seine Kun­den ken­nt, kann jet­zt reagieren. Denken Sie an Out­fit­tery, Online Shops, die Ihren Style ver­suchen über Algo­rith­men zu entschlüs­seln. Sie haben einen großen Wis­sensvor­sprung: Sie ken­nen Ihre Kun­den und Ihren Stil. Rufen Sie Ihre Kun­den an. Am besten per Video Call, das ist per­sön­lich. Stellen Sie ein Out­fit zusam­men und liefern es Ihrem Kun­den.

Jede Bäck­erei und Met­zgerei: Nehmen Sie ihrem Kun­den die Pla­nung ab durch: Wochen Pakete. Dem Kun­den einen Warenko­rb pack­en, der ihm über die Woche hin­weghil­ft. Unter­bre­it­en Sie Rezeptvorschläge. Machen Sie aus der Not eine Tugend: Die Men­schen sind ange­hal­ten so wenig Kon­takt wie möglich zu haben. Stellen Sie Pakete zusam­men, die die Kun­den über eine ganze Woche brin­gen. Das hil­ft den Kun­den und bringt Ihnen mehr Umsatz.

An meinen Lieblingsi­tal­iener, der wegen Aufla­gen schließen musste: Bitte, bitte, bitte biete doch jet­zt einen Lieferser­vice an. Ich bin mir sich­er, dass deine Kell­ner einen Führerschein haben. So kannst du Sie weit­er beschäfti­gen und ich kann mich an meine Quar­an­täneau­fla­gen vom Gesund­heit­samt hal­ten und trotz­dem deine Piz­za genießen. Es gilt jet­zt kreative Wege zu gehen. Nutze etablierte Sys­teme wie lieferando.de. Du musst nicht erst aufwendig dein eigenes Sys­tem entwick­eln, son­dern kannst auf funk­tion­ierende Lösun­gen zurück­greifen. Auch wenn diese bish­er deine absolute Konkur­renz waren. Es geht darum Umsätze zu gener­ieren und das ist deine Möglichkeit!

Ich kann in diesem Beitrag nur umris­shaft Beispiele aufzeigen. Aber das Prinzip sollte klar sein: Über kreative Lösun­gen diese Krise über­ste­hen. Und genau das ist die Chance dieser Krise. Die Zukun­ft ist für den sta­tionären Han­del sowieso eine Her­aus­forderung, die angepackt wer­den muss. Warum also nicht diese Zwangspause nutzen, um sich bere­its heute für die Zukun­ft zu wapp­nen.

Zwei weit­ere wichtige und dazu passende Punk­te nen­nen ich später als extra Punk­te: Net­zw­erk & Emo­tio­nen.

Zeit für Content Marketing und Suchmaschinenoptimierung

Nicht jedes Geschäfts lässt sich gle­icher­maßen in die Online Welt ver­lagern. Das wis­sen wir. Sollte das auch auf Sie zutr­e­f­fen, seien Sie nicht zu trau­rig. Freuen Sie sich. Sie kön­nen die Zeit für Such­maschi­nenop­ti­mierung nutzen. Ein wichtiger Mar­ket­ingschw­er­punkt, mit dem sich jedes Unternehmen beschäfti­gen sollte. Denn, das sollte spätestens durch Coro­na klar sein, die Men­schen greifen, wenn Sie zuhause sind, auf den Online Han­del zurück (wenn der lokale Han­del kein Online Ange­bot hat, s.o.).

Wer suchet der find­et. Und wo wird gesucht? Bei Google.  Denken Sie an die ver­gan­genen 24 Stun­den. Wie oft haben Sie irgen­det­was bei Google eingegeben? Eine Studie aus 2017 sagt, dass jed­er User durch­schnit­tlich 4 Suchen am Tag durch­führt – ohne Coro­n­akrise, im Jahr 2017. Wenn Sie bei ein­er solchen Suche gefun­den wer­den möcht­en, soll­ten Sie die jet­zt frei gewor­dene Zeit nutzen. Such­maschi­nenop­ti­mierung muss in Ihrem Mar­ket­ing ab sofort eine zen­trale Rolle ein­nehmen. Wenn es das bish­er nicht gemacht hat, soll­ten Sie heute damit begin­nen. Wie sie das machen? Hier der ulti­ma­tive 3‑Schritte Kurztipp (fast so schön wie ein Kurztrip):

  1. Key­words iden­ti­fizieren

Starten Sie eine aus­führliche Key­word Recherche. Über welche Begriffe wer­den und möcht­en Sie gefun­den wer­den? Hier hil­ft Ihnen die Stan­dard Google Suche bere­its weit­er. Welche Vorschläge erhal­ten Sie, wenn Sie Ihre Branche, Ihr Unternehmen, Ihre Dien­stleis­tung anbi­eten? Beset­zen Sie diese Key­words bere­its? Wenn Sie die ganze Sache etwas aufwändi­ger ange­hen möcht­en und Zugriff auf die Search Con­sole und Google Ana­lyt­ics haben, nutzen Sie die vorhan­de­nen Dat­en. Viele Unternehmen sam­meln unglaublich viele Dat­en über die User, nutzen Sie dann aber nicht. Eine Auf­bere­itung scheint zu kom­plex und bish­er nicht nötig. Das kann sich nun ändern.

  1. Key­words auf der Seite analysieren und ggf. anpassen

Ist der erste Schritt abgeschlossen, geht es jet­zt bere­its an die Umset­zung. Analysieren Sie Ihre Web­site in Hin­blick auf die Ver­wen­dung der rel­e­van­ten Key­words. Diese soll­ten passender­weise einge­bun­den sein. Ohne zu tief in das The­ma einzusteigen ein all­ge­mein­er Hin­weis für Online- und ins­beson­dere Con­tent­mar­ket­ing: „Con­tent is King“. Der Inhalt ist am Wichtig­sten. Set­zen Sie die Unternehmens­brille ab und denken Sie an Ihre Kun­den. Diese Übung habe ich an der Kaufmän­nis­chen Schule mit meinem Auszu­bilden­den, in mein­er Funk­tion als Lehrkraft, im Fach Online Mar­ket­ing gemacht. Dabei habe ich gemerkt, wie schwierig es ist, „out of the box“ als eben nicht im „Unternehmenssprech“ zu schreiben. Ver­mei­den Sie Fach­be­griffe, stellen Sie den Mehrw­ert für den Kun­den her­aus. Die Inhalte müssen natür­lich auf die Ziel­gruppe zugeschnit­ten sein. Hier sind Fach­be­griffe auch angemessen und notwendig, um Sie als Experte her­auszustellen.

  1. Starten Sie einen Blog und schaf­fen neue Inhalte

Dieser Punkt ist direkt mit Punkt zwei verknüpft und set­zt dort an, wo wir aufge­hört haben. Nach­dem alle Seit­en opti­miert sind (Das soll­ten Sie immer wieder tun!), geht es daran die Web­site mit neuem Con­tent zu verbessern. Dafür eignet sich ein Blog sehr gut. Je viel­seit­iger dieser medi­al umge­set­zt wird, desto inter­es­san­ter ist er. Das heißt, Sie soll­ten nicht nur schreiben, son­dern auch passende Bilder her­aus­suchen oder noch bess­er, selb­st aufnehmen. Erstellen Sie eine passende Info­grafik zu Ihrem Text. Drehen Sie ein kurzes Video. Lassen Sie Experten / Liefer­an­ten / Kun­den / andere Unternehmen in Ihrem Blog zu Wort kom­men. Ver­linken Sie diese. Nochmals: Erschaf­fen Sie rel­e­van­ten Con­tent. Inhalte, die die Leser WIRKLICH inter­essieren. Das ist wichtig. Investieren Sie Zeit in diesen Prozess. Bess­er einen lan­gen Blog­beitrag mit 2000 Wörtern als drei kleine Blog­beiträge. Das scheint für Sie eine unlös­bare Auf­gabe? Starten Sie ein­fach. Schreiben Sie darauf los. Es geht am Anfang nicht darum die per­fek­ten Beiträge zu erstellen (das kön­nen Sie in späteren Über­ar­beitungsrun­den machen). Es geht darum anz­u­fan­gen. Die freie Zeit zu nutzen.

Ein weit­er­er Tipp am Rande, den Sie JETZT umset­zen kön­nen: Pfle­gen Sie ihre Google „My Busi­ness“ Seite. Ver­voll­ständi­gen Sie ihr dor­tiges Pro­fil. Ani­mieren Sie Kun­den sie HEUTE pos­i­tiv zu bew­erten (Erstellen Sie hierzu den passenden Bew­er­tungslink). Das alles kann Ihnen heute helfen den Umsatz von mor­gen zu sich­ern (indem Sie dadurch bei Google in den Suchergeb­nisse weit­er oben gelis­tet wer­den).

Zeit für Fortbildung- Investieren in die Zukunft

Ihre Mitar­beit­er sind zuhause und auf­grund der weg­fal­l­en­den Aufträge, wis­sen Sie nicht, wie sie diese sin­nvoll beschäfti­gen sollen? Oder: Sie wis­sen, dass das Home­of­fice ohne­hin eine Her­aus­forderung ist und möcht­en Ihren Mitar­beit­ern eine Chance bieten, die Zeit sin­nvoll zu nutzen? Investieren Sie jet­zt in Fort­bil­dung und Coach­ings. Diese müssen nicht immer Geld kosten. Viele Inhalte sind kosten­frei erhältlich, teil­weise sog­ar mit Zer­ti­fikat­en.

Die Google Zukunftswerkstatt

Wieder in mein­er Funk­tion als Lehrkraft für Online Mar­ket­ing und IHK Prüfer, kann ich fol­gen­des Kurssys­tem als Beispiel empfehlen: Die Google Zukun­ftswerk­statt. Diese richtet sich an Anfänger, die über geringe Vorken­nt­nisse in Online Welt ver­fü­gen. Über Lern­videos wer­den hier viele gute Inhalte ver­mit­telt und in kleinen Tests abge­fragt. Am Ende des Kurs­es ste­ht ein Abschlusstests. Hat man 80% der 30 Mul­ti­ple Choice Fra­gen richtige beant­wortet, erhält man ein Zer­ti­fikat. Der ganze Kurs nimmt etwa 40 Stun­den in Anspruch. Er ist also für eine Arbeitswoche gut geeignet. Ich will Google hier nicht als die Lösung Nr. 1 darstellen. Doch diese ist kosten­frei und ich kenne die Inhalte. Sicher­lich gibt es z.B. auch bei Haufe (ein guter Fre­und von mir arbeit­et in Mar­ket­ing Team – Hi Matze 😊) super Kurse, die auch online abgelegt wer­den kön­nen. Schauen Sie ein­fach rein und wählen den für Ihre Unternehmen passenden Kurs aus.

Training & Coaching – Für mehr Ordnung im aktuellen Chaos

Jet­zt kann auch die Zeit für Train­ings & Coach­ings sein. Die Krisen­si­t­u­a­tion stürzt viele Unternehmen in ein organ­isatorisches Chaos. Wer sich nie mit Change Man­age­ment auseinan­derge­set­zt hat, wird nun über­fordert sein. Mitar­beit­er agieren teils panisch und kon­fus. Selb­st gewohnte und nor­maler­weise rou­tinierte Abläufe funk­tion­ieren nicht mehr wie gewohnt. Diesen Organ­i­sa­tion­sprozess kön­nen Sie pro­fes­sionell durch ein Train­ing betreuen lassen und so für nach­haltig gute Ergeb­nisse sor­gen. Per­sön­lich möchte ich Ihnen hier Nora Klahm ans Herz leg­en. Sie hat bere­its einige Unternehmen vor der Coro­na Krise betreut. Mit einem durch­dacht­en Pro­gramm, dass Sie mir bei einem Tele­fonat erläutert hat, hil­ft sie Unternehmen und deren Mitar­beit­ern über Tele­fonat und Video Train­ings (Agile Führung in Krisen­si­t­u­a­tio­nen) den aktuellen Prozess struk­turi­ert anzuge­hen. Und wiederum die Chan­cen dieser Krise zu nutzen und Ord­nung in das Chaos, das möglicher­weise ent­standen ist, zu brin­gen.

Nutzt die Wahrheit – Vom Unternehmer zum Mitmenschen

Das Stich­wort lautet: Emo­tio­nen. Und ich rede hier nicht von ein­er Mar­ket­ing­masche. Ich rede von der Real­ität. Es geht darum aufzuzeigen, dass hin­ter jedem Unternehmen Men­schen ste­hen. Ja, die Inhab­er aber auch Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er, die sich Gedanken darum machen, ob sie die Miete näch­sten Monat bezahlen kön­nen. Wer hat das im März am besten gemacht? Richtig, Ger­hard Bossel­mann von der Land­bäck­erei Bossel­mann. Ich bin sich­er Sie haben das Video bere­its gese­hen. Wenn nicht, dann bitte:

Ger­hard Bossel­mann hat hier alles richtig gemacht: Er war authen­tisch. Er hat seine Lage erläutert. Und weil es hier um seine Exis­tenz geht, ist das natür­lich emo­tion­al. Aber es geht genau darum. Den Men­schen aufzuzeigen, dass wir als Unternehmer genau­so Teil der Gesellschaft sind und nicht als abgekop­pel­ter Teil gese­hen wer­den soll­ten. Hin­ter uns ste­hen Fam­i­lien (unsere und die unser­er Mitar­beit­er). Die Botschaft von Bäck­er Bossel­mann hat ins Schwarze getrof­fen. In Folge sein­er Video Botschaft bilde­ten sich in den darauf fol­gen­den Tagen lange Schlangen vor seinen Ladengeschäften. Ler­nen Sie von Bossel­mann. Es geht dabei nicht darum eine ähn­liche Reich­weite wie er zu erre­ichen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Kun­den erre­ichen.

Ich möchte nicht, dass Sie unnötig auf die Trä­nen­drüse drück­en. Aber erk­lären Sie doch Ihren Kun­den sach­lich Ihre aktuelle Sit­u­a­tion. Und: Bieten Sie Lösungsstrate­gien an. Konkretes Beispiel: Wenn Sie Liq­uid­ität­sprob­leme haben: Bit­ten Sie Ihre Kun­den Gutscheine zu kaufen. Diese brin­gen Ihnen heute Geld in die Kassen und dem Kun­den in Zukun­ft Waren auf den Esstisch. Oder, wenn Sie schon soweit sind, ver­weisen Sie darauf, dass Ihre Pro­duk­te und Dien­stleis­tun­gen und bei geschlossen­em Ladengeschäft bezo­gen / in Anspruch genom­men wer­den kön­nen – nur eben auf eine andere, neue Art und Weise.

Mitarbeiter kreativ sein lassen

Mitar­beit­er als wichtig­ste Ressource im Unternehmen zu ver­ste­hen ist wichtig. Ihre Mitar­beit­er entschei­den wesentlich über Ihren Erfolg. Lassen Sie Ihren Mitar­beit­ern daher in der aktuellen Zeit Freiräume selb­st kreativ zu wer­den. Wenn Sie sich nicht in Kurzarbeit „ent­lassen“ haben, kön­nen die näch­sten Wochen kreative Wochen wer­den, die die Zukun­ft Ihres Unternehmens wesentlich prä­gen. Wie kön­nen Sie in Zukun­ft aufgestellt sein? Welche Pro­duk­tin­no­va­tio­nen kön­nen ange­boten wer­den? Pro­duk­t­poli­tik als Teil eines sin­nvollen Mar­ket­ingsmix­es. Wie kann das Ser­viceange­bot sin­nvoll ergänzt wer­den? Im Kern ste­ht immer die Frage: An welchen Stellschrauben müssen wir heute drehen, um in der Zukun­ft gut aufgestellt zu sein? Hier kön­nen Sie die aktuelle Zwangspause nutzen. Leg­en Sie die Agen­da für Ihre Mitar­beit­er fest und bit­ten Sie Ihre Mitar­beit­er sich z.B. drei Tage über die Weit­er­en­twick­lung eines bes­timmten Pro­duk­tes / ein­er Dien­stleis­tung Gedanken zu machen. Besprechen Sie die Ideen im Team. Greifen Sie die Ideen auf und entwick­eln diese weit­er. Sie wer­den über­rascht sein, welche Ideen entste­hen. Auch hier geht es nicht darum immer eine kom­plett neue Idee zu entwick­eln. Seien Sie ein guter Nachah­mer und lassen sich von Pio­nieren inspiri­eren.

Das Netzwerk erkennen und aufbauen – Kräfte bündeln

In der Prog­nose habe ich davon gesprochen, dass wir in der Krise ein neues „Miteinan­der“ erfahren. Das ist großar­tig. Jet­zt gilt es Net­zw­erke aufzubauen. Was ich meine? Viele Geschäfte, die schließen müssen, bieten derzeit einen Lieferser­vice an. Ich empfehle den Unternehmen: Ver­net­zen Sie sich. Wenn zum Beispiel fünf Läden aus der Innen­stadt einen solchen Lieferser­vice anbi­eten, kön­nen sich diese mit der Beliefer­ung ihrer Waren an die Kun­den abwech­seln. Es ist nicht nötig, dass jed­er jeden Tag fährt, wenn ähn­liche Kun­den beliefert wer­den. Schaf­fen Sie eine Gemein­schaft von Unternehmen in der gle­ichen Sit­u­a­tion. Oft­mals beste­hen diese Net­zw­erke schon in Form von Aktion­s­ge­mein­schaften. Wenn nicht, grün­den Sie es jet­zt oder schließen Sie sich jet­zt an. Sie wer­den garantiert auch nach der Krise von dieser Bün­delung der Kräfte prof­i­tieren.

Besondere Angebote einführen – in der Krise interessant werden

Wir hof­fen, dass Sie erken­nen, dass viele unsere Maß­nah­men nicht kap­i­tal- son­dern zeit­in­ten­siv sind. Wie bei jedem neuen Geschäft müssen Sie ihre Kun­den überzeu­gen. Nun müssen wir klar unter­schei­den: Der fol­gende Abschnitt richtet sich an Unternehmer, die noch etwas Puffer haben und nicht direkt Maß­nah­men brauchen, die ihnen Essen auf den Tisch brin­gen. Wenn Ihre Liq­uid­ität­slage zu anges­pan­nt ist, soll­ten Sie diese Möglichkeit­en nicht nutzen.

Längere Zahlungsziele für Ihre Kunden

Was hal­ten Sie von fol­gen­dem Szenario: Ihr Bänker kommt zu Ihnen und sagt: Ich habe ein sicheres Invest­ment. Wenn es nicht funk­tion­iert, müssen Sie nichts bezahlen. Unter­bre­it­en Sie anderen Unternehmen solche Ver­such­sange­bote. Ver­längern Sie Ihr Zahlungsziel auf unbes­timmte Zeit (nach der Krise). Das geht natür­lich nicht unbe­gren­zt und für alle Dien­stleis­tun­gen und Pro­duk­te. Aber für einen bes­timmten Pro­duk­t­bere­ich kön­nen Sie diese Maß­nahme in Erwä­gung ziehen. Es geht nochmals darum, dem Kun­den die Kaufentschei­dung zu vere­in­fachen.

Spezielle Online Angebote – Für die Daheimgebliebenen

ARD und ZDF haben ihre Pro­gramme umgestellt. Kinder, die durch die Schulschließun­gen zuhause bleiben müssen, haben nun mehr Zeit und so sollen Sie bere­its am Mor­gen in den Genuss der „Sendung mit der Maus kom­men“


Außer­dem bieten viele Zeitun­gen ihre Online Abos derzeit stark vergün­stigt an, wie beispiel­sweise „Spiegel Online“.

Wir haben für unsere Agen­tur etwa das Bran­dEins Mag­a­zin abon­niert und sind auf Face­book auf fol­gen­den Beitrag aufmerk­sam gewor­den:

Ähn­lich wie oben: Erk­läre deinen Kun­den die aktuelle Sit­u­a­tion und bieten Ihnen eine konkrete Möglichkeit, wie sie dich unter­stützen kön­nen. Erwarte nicht von deinen Kun­den selb­st kreativ zu sein. Du musst Ihnen die Lösung anbi­eten. Sei bei deinem Ange­bot und der Ange­bots­gestal­tung kreativ. Erstelle neue Bun­dels (fer­ti­gen Warenko­rb anbi­eten). Schließe dich mit anderen Unternehmen zusam­men. Biete Beratung via Video Tele­fonie an. Bei dem Punkt „spezielle Ange­bot“ kom­men alle Maß­nah­men zusam­men. Kom­biniere hier so, dass der Kunde das Gefühl hat: Ich muss das in dieser Form haben.

Quick and Dirty – Sei schnell und pragmatisch

Bei allen aufge­führten Maß­nah­men kommt es auf eines an: Die Geschwindigkeit. Jeden Tag, an dem Sie nichts unternehmen (als Unternehmer), ver­lieren Sie Geld. Das Gebot der Stunde lautet: Just do it! Und zwar jet­zt. Es geht darum Quick & Dirty eine Lösung umzuset­zen. Um die Per­fek­tion kön­nen Sie sich mor­gen oder über­mor­gen küm­mern. Sie müssen ver­ste­hen, dass jede Maß­nahme zu mehr Umsätzen führen kann. Begin­nen Sie heute, am besten jet­zt gle­ich.

Wenn wir Sie dabei unter­stützen kön­nen, melden Sie sich. Ich bin ger­ade selb­st in Quar­an­täne (bis jet­zt, nach acht Tagen, ohne Symp­tome) und nehme mir gerne in einem Tele­fonat Zeit für Sie.

For the locals only: Unternehmen aus Waldshut-Tiengen? Wir helfen Ihnen!

Wir haben lange über­legt, wie wir Sie unter­stützen kön­nen. Und wir möcht­en in jedem Fall helfen. Wenn wir durch unsere Mar­ket­ing­ber­atung helfen kön­nen, tun wir das. Das bedeutet Sie erk­lären uns in Ihrem Tele­fonat Ihr Geschäftsmod­ell und wir über­legen gemein­sam (z.B. über die weiße Blatt Meth­ode), wie wir das für Sie umset­zen kön­nen. Wenn es darum geht schnell einen Online Shop aufzubauen, helfen wir ihnen gerne. An unsere Locals: Sie müssen uns nicht bezahlen. Wir helfen Ihnen jet­zt ohne Bezahlung. Über die Bezahlung kön­nen wir uns Gedanken machen, wenn 1. Die Maß­nah­men funk­tion­ieren und es Ihnen 2. wirtschaftlich wieder so gut geht, dass Sie uns bezahlen kön­nen. Dieses Ange­bot enthält nicht den Auf­bau ein­er kom­plet­ten Seite oder die Erar­beitung ein­er kom­plet­ten Con­tent Mar­ket­ing Strate­gie. Es geht mehr darum über kurzfristige, schnell umset­zbare Maß­nah­men zu helfen. Wie diese schnelle Hil­fe im Detail aussieht, klären wir am besten tele­fonisch.

*auf­grund der besseren Les­barkeit wurde in diesem Blog­a­r­tikel auf die gen­derko­r­rek­te For­mulierung verzichtet und die masku­line Form gewählt. An alle Unternehmerin­nen und andere Leserin­nen: Bitte fühlen Sie sich ange­sprochen und nicht diskri­m­iniert. Mögliche Gen­derdiskus­sio­nen bitte ich an andere Stelle zu führen.

 

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